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Wichtige Begriffe

A

  Abrieb/Abriebgruppen  
  Abrieb (Oberflächenverschleiß) tritt bei Bodenbelägen infolge schleifender, reibender Beanspruchung auf und kann bei glasierten Fliesen durch Glanzveränderung der Oberfläche sichtbar werden.

Glasierte Steinzeugfliesen werden hinsichtlich ihrer Beständigkeit gegen Abrieb in Gruppen unterteilt und können damit Anwendungsbereichen zugeordnet werden. Die Abriebbeständigkeit (Verschleißgruppe) ist die durch Schleif- und Sandstrahlprüfung ermittelte Widerstandsfähigkeit glasierter Fliesen und Platten. Sie wird vom Hersteller angegeben.

Die Abriebbeständigkeit wird in fünf Abriebgruppen (Klassen) bewertet:

Gruppe I*: für Barfuß- und Hausschuhbereich in Sanitär- und Schlafräumen.
Gruppe II*: für eine leichte Beanspruchung im privaten Wohnbau (außer Küchen, Eingänge, Außenbeläge, Treppen) mit niedriger Begehungsfrequenz und geringer kratzende Verschmutzung mit normalem Schuhwerk
Gruppe III: für mittlere Beanspruchung unter kratzender Verschmutzung mit normalem Schuhwerk, beispielsweise im privaten Wohnbau, auch Dielen, Flure, Balkone (außer Küchen) sowie Beläge des Nichtwohnbaus mit vergleichbarer Beanspruchung wie Hotelzimmer oder Bäder
Gruppe IV: für hohe Beanspruchung bei stärkerer Begehungsfrequenz mit normalem Schuhwerk bei Eingangsbereichen, Terrassen, Küchen, Verkaufs- und Wirtschaftsräumen, Büros, Krankenhäuser, Hotels, Schulen und Verwaltungsgebäude
Gruppe V: für höchste Beanspruchung und Anwendungsbereiche mit sehr starkem Publikumsverkehr in Räumen und auf Flächen, die extrem belastet werden, wie Friseurläden, Bäckereien, Imbissstuben, Eingangshallen für Hotels, Banken, Restaurants oder auch Garagen

* Der Großteil der Verbraucher orientiert sich hinsichtlich der Abriebfestigkeit zunehmend in Richtung Gruppe III und höher. Fliesen der Gruppen I und II werden auf dem Markt kaum noch angeboten.

Glossar - Abrieb / Abriebgruppen - glasierte Steinzeugfliesen

 
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  Die Anordnung ...  
 

... einzelner Bereiche eines Raumes ist eine wichtige Gestaltungsgrundlage. Farbige Akzente, beispielsweise durch Bordüren, Material- oder Formatwechsel oder Wechsel der Verlegerichtung grenzen verschiedene Zonen gegeneinander ab und ordnen den Raum optisch.

Glossar - Anordnung

 
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  Anwendungsbereiche  
  Steingutfliesen dienen als Wandbekleidung in Innenräumen. Im privaten, häuslichen Bad werden sie manchmal auch als Bodenbelag eingesetzt, wovon allerdings abzuraten ist (siehe Abriebgruppe).

Glasierte Steinzeugfliesen dienen als Wandbekleidungen innen und außen (Fassade) und als Bodenbelag nach der erforderlichen Verschleißklasse (Innen- und Außenbeläge). Sie werden im Behälterbau (Trinkwasserbehälter, Schwimmbäder etc.) verwendet.

Unglasierte Steinzeugfliesen werden vorzugsweise als Bodenbeläge verlegt.

 
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  Aufglasurdekoration  
  Bereits glasierte Fliesen werden in einem zusätzlichen Arbeitsprozess nochmals dekoriert und gebrannt.  
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  Fliesen im Außenbereich  
 

Die Oase im Grünen, das so genannte "Freiluft-Zimmer" auf dem Balkon oder der Terrasse sorgen für Entspannung und Erholung. Wer sich hier bei seinem Bodenbelag für frostbeständige keramische Fliesen und Platten entscheidet, kommt entspannt auch über die kalte Jahreszeit, über nasse und frostige Winter. Denn diese können allen Witterungsbedingungen unbeschadet standhalten. Sie sind pflegeleicht und strapazierfähig, bleichen nicht aus und sind durch und durch winterfest. Hersteller wie Agrob Buchtal, Korzilius, Staloton oder Ströher geben ihren Kunden eine Gewährleistung von bis zu fünf Jahren.
Sicherheit auf Schritt und Tritt im wahrsten Sinn des Wortes ist ein weiterer Vorzug keramischer Bodenbeläge - ein Aspekt, der gerade im Freien zum Tragen kommt. Unglasierte Oberflächen sind hierfür prädestiniert, aber auch glasiertes Material wird in zahlreichen Versionen angeboten. Der Fugenanteil unterstützt den rutschhemmenden Effekt und kann durch entsprechende Format-Wahl variiert werden.
Eine elegante Verbindung von außen nach innen, von unten nach oben, gelingt mit keramischen Treppenlösungen. Beliebt sind beispielsweise so genannte Florentiner Stufen in klassisch-repräsentativer Formensprache. In großer Vielfalt mit speziellen Ecklösungen angeboten, überzeugen sie im Eingangsbereich ebenso wie in der Verbindung von Wohnraum und Terrasse, auch bei einer offenen Treppenform. Setzstufen mit ausdrucksvollen Bordüren sind ein zusätzliches optisches Highlight.

Glossar - Fliesen im Außenbereich

 
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  B  
  Bewegungsfuge (Dehnungsfuge) ...  
  ... alle Arten von Fugen, die zwischen Gebäuden, Flächenteilen beziehungsweise Konstruktionsteilen Bewegungen zulassen und den Belag schädigende Spannungen abbauen. Sie können je nach Anwendungsfall ausgebildet werden durch:
  • konstruktive Gestaltung der Bauteilränder
  • Verschluss mit elastischem Dichtstoff
  • Überbrückung durch bandfertig vorgefertigten Dichtstoff
  • Profile und Verwahrungen
  • Offenlassen der Fugen
Wichtig sind Bewegungsfugen bei allen größeren Flächen, in Altbauten mit Holzdecken, auf Terrassen und in Wintergärten, weil Zug- und Druckspannungen sonst die normalen Fugen oder auch die Fliesen schädigen können (siehe auch Biegefestigkeit).
 
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  Biege- (Zug-) Festigkeit  
  Bauteile wie Fliesen werden durch Kräfte vertikal zur Ansichtsfläche beansprucht. Dabei treten auf der Oberseite Druck-, auf der Unterseite Zugspannungen auf, wobei letztere im Allgemeinen maßgebend sind.  
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  Bildmosaik  
 

Bildmosaike werden meist aus handgeschlagenen Steinzeugfliesen von Hand zu einem Bild oder einem Muster zusammengesetzt.

Glossar - BildmosaikGlossar - Bildmosaik

 
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  Brennbarkeit  
  Fliesen sind nicht brennbar.  
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  C  
  Chemische Beständigkeit  
  Steingutfliesen und glasierte Steinzeugfliesen sind gegen Badewasserzusätze und Haushaltschemikalien (außer flusssäurehaltigen Reinigungsmitteln und deren Verbindungen) beständig; gegen Säuren und Laugen dann, wenn vereinbart.  
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  Cotto/Tonfliese ...  
  ... unglasierte, ziegelfarbene keramische Fliesen mit mittlerer bis hoher Wasseraufnahme. Vorzugsweise Verwendung als Bodenfliese in Räumen mit rustikalem Charakter. Zum Erzielen der geforderten/gewünschten Gebrauchseigenschaften müssen sie speziell behandelt (imprägniert) werden. Hinweise gibt es auf den Verpackungen der Hersteller.  
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  Craquelé ...  
  .... Bezeichnung für feine Glasurrisse (Haarrisse). Bei manchen Glasuren wird die Craquelébildung als Gestaltungsmittel absichtlich herbeigeführt (siehe Glasurrisse).  
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  D  
  Dekorbrand  
  Zur weiteren Veredlung wird nach dem Zweitbrand (Glattbrand) die bereits glasierte Fliese mit Schiebebildern (Abziehbildern) und/oder Handmalerei bei 800°C bis 900°C erneut gebrannt. So wird beim Dekorbrand lediglich das aufgebrachte Dekor in die Glasur eingebrannt. Scherben und Glasur bleiben unverändert.  
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  Dekorfliese  
  Dekore werden auf Leerfliesen einer Fliesenserie aufgebracht. Sie können als Einzeldekor oder aus verschiedenen Dekorfliesen, die zusammen ein Bild ergeben, bestehen.  
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  Delfter Fliese ...  
  .... benannt nach dem holländischen Städtchen Delft, in dem seit dem 16. Jahrhundert Fliesen hergestellt werden. Die Dekore stellen oft Porträts, Szenen, Landschaften oder biblische Motive in dem für sie typischen Delfter Blau dar.  
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  Dickbettverlegung ...  
  ... auch konventionelle Verlegung genannt. Verfahren zur Verlegung von Fliesen an Wand und Boden. Die Verlegung erfolgt mit angemischtem Mörtel aus Zement und Sand.  
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  Dichtstoff ...  
  ... spritzfähige oder bandförmig vorgefertigte Kunststoffe zum Ausfüllen bzw. Abdecken von Bewegungsfugen.  
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  Dispersionsklebstoff ...  
  ... Klebstoffe zur Verlegung von Fliesen im Dünnbettverfahren. Dispersionsklebstoffe sind nicht wasserbeständig und daher nur für gering feuchtbelastete Innenbeläge geeignet. Vorzugsweise Verwendung für Wandbekleidungen auf Untergründen aus Gips- oder Holzwerkstoffen.  
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  Druckfestigkeit  
  Die Druckfestigkeit von Fliesen ist keine genormte Eigenschaft. Sie liegt bei Steinzeug bei
> 500 N/mm².
 
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  Dünnbettmörtel (hydraulische)  
  Zementgebundene, hydraulisch erhärtende Fliesenkleber zur Verlegung im Dünnbettverfahren. Vorzugsweise Verwendung auf massiven Untergründen wie Beton, Zementestrich oder –putz, im Innen- und Außenbereich.  
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  Dünnbettverlegung  
  Verfahren zur Verlegung von Fliesen an Wand und Boden. Dabei wiederum unterscheidet man drei Verfahren, denen drei Bindemittel zugrunde liegen:
  • Hydraulisch erhärtete Dünnbettmörtel
  • Dispersionsklebstoffe
  • Epoxidharzklebstoffe
 
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  E  
  Einbrand/Einmalbrand  
  Brennverfahren, in dem gebrauchsfertige Fliesen und Platten in einem Prozess gebrannt werden.  
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  Elektrische Leitfähigkeit  
  Diese Eigenschaft besitzen glasierte Fliesen, deren Glasur spezielle Metallverbindungen enthält, die eine gute elektrische Leitfähigkeit bewirken. So können elektrostatische Aufladungen vermieden werden, die zu Störungen in empfindlichen Apparaturen (z.B. in Operationssälen) führen können.  
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Erstreinigung
Die Erstreinigung erfolgt unmittelbar nach dem Verlegen und Verfugen des Belages. Sie dient der Entfernung von Bauschmutz sowie des Zementschleiers, der sich beim Verfugen auf der Fliesenoberseite gebildet hat. Erhärtete Zementschleier, d.h. Reste von hydraulisch abbindenden Verlege- und Verfugmaterialien, können später nur durch saure Spezialreiniger entfernt werden. Diese Zementschleier-Entferner greifen jedoch Fugen auf Zementbasis an. Schützen Sie die Fugen daher durch Vornässen und spülen Sie nach der Anwendung den Gesamtbelag gründlich klar (eventuell neutralisieren).
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  Estrich  
  Glatter, fester Untergrund auf der Rohbaukonstruktion, der als Unterputz für den Bodenbelag dient. Der Estrich wird in der Regel mehrere Tage bis Wochen vor der Verfliesung aufgebraucht, damit er genügend Zeit zum Trocknen hat.  
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  F  
  Farbe und Raumwirkung  
 

Farben nehmen wesentlichen Einfluss auf die Wirkung eines Raumes. Um Farbstimmungen im Raum zu planen, ist der Farbkreis des Bauhauslehrers und Künstlers Johann Itten ein nützliches Hilfsmittel.
Neben der Farbe sind für unterschiedliche Raumstimmungen auch die Raumarchitektur, die Größenverhältnisse, die Anordnung der Elemente im Raum und das Licht maßgebend.
Einige Anregungen und weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre "Lust auf Fliesen".

Der Farbkreis
Der Farbkreis, bestehend aus den drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau und ihren Farbmischungen, zeigt, in welcher Beziehung die Farben zueinander stehen.

Farben, die auf dem Farbkreis gegenüber liegen, werden Komplementärfarben genannt. Nebeneinander verwandt liefern sie den schärfsten Farbkontrast und steigern sich gegenseitig zu höchster Leuchtkraft. Nüchterne oder neutrale Raumstimmungen können durch den Einsatz eines solchen Farbkontrastes belebt werden.
Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen, ergänzen sich harmonisch. Das Auge wird sie als angenehm empfinden. Dabei wirken Grün- und Blautöne kühl, entspannend und beruhigend, Gelb- und Rottöne werden als warm und aufmunternd empfunden.

Glossar - Farbe und Raumwirkung - Der Farbkreis

 
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  Fassadengestaltung  
 

Im Zusammenspiel mit der Architektur ist es die Fassade, die einem Gebäude in besonderem Maße und sozusagen auf den ersten Blick Ausdruck, Charakter und eine "eigene Persönlichkeit" verleiht.

Glossar - Fassadengestaltung

 
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  Fayence  
  Bezeichnung für Fliesen und Geschirr aus Steingut, benannt nach der italienischen Stadt Faenza.  
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  Feinkeramik  
 

Feinkeramik wird im Wesentlichen aus hellbrennenden Rohstoffen hergestellt. Dazu gehören:

 
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  Feinsteinzeug ...  
  ... unglasierte Steinzeugfliesen mit niedriger Wasseraufnahme (E<0,5 %) und hoher Festigkeit  
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  Feldspat ...  
  ... Natürlicher Rohstoff mineralischer Natur für die Fliesenherstellung, dient als Flussmittel  
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  Feuchtedehnung  
  ... Feuchtedehnung von Steinzeugfliesen ist nicht messbar; von Steingutfliesen vernachlässigbar. Steingutfliesen sollten jedoch für Anwendungsbereiche unter Wasser (Schwimmbad- oder Behälterbau) nicht eingesetzt werden.  
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  Fliesenverlegung ...  
  ... Verfahren zur Herstellung keramischer Wand- und Bodenbeläge. Man unterscheidet zwischen Dünnbett- und konventioneller Verlegung (Dickbettverlegung)  
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  Fleckbeständigkeit ...  
 

"Fleck-Weg-Lexikon für Fliesen" –so gut wie jeder Fleck geht weg
Viele Verunreinigungen können Sie bereits mit warmem Wasser, gegebenenfalls mit Zusätzen wie Essigreiniger (z.B. bei Pflanzenrückständen) oder Neutralseifen bzw. alkalischen Haushaltsreinigern (z.B. bei fettigen Rückständen) und mit mechanischer Unterstützung (Bürsten) entfernen.

Hartnäckige Verunreinigungen bzw. Flecken (meist im gewerblichen und industriellen Bereich) lassen sich mit dem geeigneten Reinigungsmittel bzw. Spezialreinigern entfernen. Welcher Fleck mit welchem Reiniger entfernt werden kann, entnehmen Sie unserem "Fleck-Weg-Lexikon".

 
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  Flussmittel ...  
  ... natürliche, kristalline Mineralien, die das Schmelzverhalten von anderen Stoffen so beeinflussen, dass diese in eine Schmelzphase übergehen. Flussmittel sind Rohstoffe und chemische Verbindungen, die Natrium, Kalium, Lithium, Magnesium oder Kalzium enthalten.  
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  Flusssäure ...  
  ... stark ätzende Säure, die fast alle Stoffe (z.B. auch Glas, Keramik oder Metalle) angreift und deren Oberfläche irreversibel schädigt. Flusssäure oder Flusssäurehaltige Reinigungsmittel sollten niemals zur Reinigung von Keramik benutzt werden.  
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  Formteil  
... dient der Gestaltung von Ecken und Kanten im Schwimmbadbau und in Küchen und Bädern. Die Herstellung von Formteilen erfolgt im Gießverfahren und erfordert besondere Sorgfalt und Aufsicht bei der Herstellung, damit sie die vorher berechnete Dimension erhalten. Dies erklärt den vergleichsweise hohen Preis.
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Forschung und Normen
  Die generellen Eigenschaften und Qualitäten keramischer Fliesen und Platten sind in verschiedenen Produkt- und Prüf-Normen festgelegt. Die deutsche keramische Industrie und ihr Verband engagieren sich in der Entwicklung neuer, innovativer Werkstoffe und in Forschungsprojekten.  
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  Fritte ...  
  ... Vorgeschmolzene Spezialglasur, die in Form von Granulat vorliegt. Sie dient als Rohstoff für Glasuren.  
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  Frostbeständigkeit  
  Hauptkriterium für die Verwendung von Fliesen im Außenbereich. Ist für Steinzeugfliesen nach DIN 176 gefordert.  
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  Fuge  
  Fugen dienen dem Ausgleich materialbedingter, zulässiger Abweichungen der Kantenlängen und der Rechtwinkligkeit von den angegebenen Herstellmaßen. Die Fugenbreiten ergeben sich im Allgemeinen aus der Differenz der Nennmaße und Herstellmaße oder sind den Verlegenormen als Empfehlung vorgegeben.

Empfohlene Fugenbreiten:
Kantenlängen bis 100 mm: etwa 2 mm
Kantenlängen von 100 bis 200 mm: etwa 3 mm
Kantenlängen von 200 bis 600 mm: etwa 4 mm

 
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  G  
  Größenverhältnisse ...  
  ... sind ein bewährtes Mittel, um Spannungen im Raum aufzubauen. Beispielsweise lassen ein heller Boden und eine helle Decke bei leicht abgetönten Wänden den Raum weit und offen wirken.  
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  Glasur ...  
  ... Spezialglas, das als etwas 0,1 mm dicke Schicht auf einem Steingut- oder Steinzeugscherben liegt.  
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  Glasurrisse ...  
  ... feine, nicht durch den Scherben gehende Risse in der Glasur. Diese entstehen meist durch Dehnungsvorgänge im Scherben. Der Widerstand gegen Glasurrisse ist bei Steingut- und Steinzeugfliesen gefordert. Glasuren, die zur Glasurrissbildung (Craquelébildung) neigen, werden vom Hersteller gekennzeichnet (siehe Craquelé).  
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  Glattbrand ...  
  ... siehe Feinbrand  
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  Grobkeramik ...  
  .. Klinker, Ziegel und Töpferware, die im Wesentlichen aus Tonen und Sanden hergestellt werden.  
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  Grundierung ...  
  ... Anstriche zur Vorbehandlung der Ansetz- oder Verlegeflächen vor dem Auftragen des Mörtels oder des Klebstoffs.  
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Grundreinigung
Bei der Grundreinigung handelt es sich um eine intensive Zwischenreinigung, die bei größerer Verschmutzung angezeigt ist. Durch Einsatz von Spezialreinigern, erhöhter Einwirkungszeit sowie einer durch Bürsten und ggf. Scheuerpulver verstärkten mechanischen Unterstützung können Sie keramische Beläge bei Bedarf gründlich reinigen.
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  H  
  Haarrisse ....  
  ... siehe Glasurrisse  
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  Halbsteinzeug ...  
  ... Traditioneller Begriff für keramische Fliesen mit einer Wasseraufnahme zwischen 3 und 6 Prozent beziehungsweise zwischen 6 und 10 Prozent (siehe Keramische Fliese).  
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  Hartstoffe ...  
  ... eine der beiden Hauptgruppen der Rohstoffe von Keramik (siehe auch Magerungsmittel und Flussmittel)  
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K
  Kaolin ...  
  ... mineralisches Sedimentgestein, das durch Verwitterung von Feldspäten entsteht. Wichtiger Rohstoff der Keramik.  
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  Keramik (Baukeramik) ...  
  ... Oberbegriff für Baustoffe, die aus natürlichen, keramischen Rohstoffen (Ton, Kaolin, Quarz und Feldspat) hergestellt werden. Dazu kommen mineralische Zusätze, die die Farben und andere Eigenschaften beeinflussen. Diese Materialien werden zerkleinert, gemahlen, geformt und bei Temperaturen zwischen 1000 Grad Celsius und 1300 Grad Celsius gebrannt.

Man unterscheidet zwischen zwei Werkstoffeigenschaften:
1. hohe Wasseraufnahme
2. niedrige Wasseraufnahme.

Bei der ersten Gruppe, zu der die Steingutfliesen gehören, ist der Scherben porös, die Poren offen, er ist nicht frostbeständig und hat einen dumpfen Klang. Dieser Scherben kann mit den verschiedenen Techniken verziert werden und ist grundsätzlich glasiert.

Zur zweiten Gruppe gehören die Steinzeugfliesen. Sie bestehen aus einem Scherben mit niedriger Wasseraufnahme. Dieser Scherben ist dicht, hat geschlossene Poren, ist frostbeständig und hat einen hellen Klang. Steinzeugfliesen gibt es in glasierter und unglasierter Form.

Die generellen Vorteile von Keramik sind unbestritten:

  • Keramik ist fleckunempfindlich. Spritzer von Fett, verschüttete Getränke, ja selbst Säuren oder Nagellack lassen sich einfach beseitigen.
  • Keramik ist nicht brennbar. Glut von Kaminfeuer oder Zigaretten kann keinen Schaden anrichten.
  • Keramik ist druck-, stoß- und kratzfest. Pfennigabsätze, Stühlerücken und Spielzeugautos hinterlassen keine Spuren.
  • Keramik ist lichtecht, Sonnenstrahlen können weder die Farbe verändern noch eine Materialversprödung erzeugen.
  • Keramik ist hygienisch. Staub und Milben können sich nicht festsetzen. Mit einem feuchten Wischtuch können sie sicher und ohne Energieverbrauch entfernt werden.
  • Frostbeständige Keramik trotzt allen Witterungseinflüssen Jahr für Jahr.
 
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  Keramische Fliesen ...  
  ... dünne Platten aus Keramik, die als Belag für Böden oder Verkleidung für Wände verwendet werden. Diese sind klassifiziert in die Gruppen:

A: Strang gepresste Platten
B: Trocken gepresste Platten
C: nach anderen Verfahren (wie beispielsweise "Gießen") hergestellte Fliesen.

Die trocken gepressten Fliesen sind wiederum klassifiziert nach der Fähigkeit zur Wasseraufnahme, wobei hier wieder zwischen glasierten und unglasierten Fliesen unterschieden wird.
 
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  Keramische Versiegelung ...  
  ... ein spezieller Herstellungsprozess, bei dem die Oberfläche des unglasierten Steinzeuges so dicht wird, dass sie fleckbeständig ist. Eine Nachbehandlung mit Imprägniermitteln darf hier nicht vorgenommen werden, weil die Imprägnierflüssigkeit nicht mehr in die Keramik eindringen kann und so als schmutzbindender Film auf der Oberfläche verbleibt.  
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  Klebstoff ...  
  ... Ansetz- und Verlegewerkstoffe, bei denen durch Verdunstung des enthaltenen Wassers oder durch eine chemische Reaktion mehrere Kunststoffkomponenten erhärten.  
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  Korrigierzeit ...  
  ... die Zeitspanne, während der die Fliesen in der frischen Bettung durch Verschieben nachgerichtet werden können, ohne dass die Haftung gestört oder gemindert wird.  
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  L  
  Lebensdauer  
  Die Lebensdauer von Fliesen ist außergewöhnlich hoch und in der Regel nur durch modische Geschmacksveränderung begrenzt. Diese Tatsache trägt auch zur Entlastung der Umwelt bei.  
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  Lichtechtheit ...  
  Keramische Fliesen sind, im Gegensatz zu beispielsweise Kunststoffen, licht- und farbbeständig.  
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  Listelli  
 

Listelli sind schmale, dreidimensionale Keramikstäbe mit glatter beziehungsweise reliefierter
Oberfläche. Sie werden als Gestaltungselement im Wandbereich eingesetzt.

Glossar - Listelli

 
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  M  
  Magerungsmittel ...  
  ... Rohstoffe für die Fliesenherstellung, die zur Gruppe der Hartstoffe gehören, wie beispielsweise Quarzsand oder Schamotte.  
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  Mengenermittlung ...  
  ... nach der Entscheidung für eine bestimmte Fliesenserie, wird ein Verlegeplan erstellt, der als Grundlage zur genauen Mengenermittlung (Anzahl der Grundfliesen, Dekore, Bordüren, Sockel und Treppenfliesen etc.) dient.  
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  Mindersortierung ...  
  ... in Aussehen und Qualität geringfügig beeinträchtigte Fliesen werden vom Hersteller als Mindersortierung ausgewiesen und preiswerter verkauft.  
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  Mörtel ...  
  ... Mischung aus Zement und Sand. Dient zur Verlegung im Dickbettverfahren.  
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  Mosaik  
  Als Mosaike bezeichnet man die handgeschlagenen und gesetzten Fliesenbilder. Heute werden auch Steinzeugfliesen (< 10 x 10 cm) so benannt.  
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  N  
  Nennmaß  
  Eine 20er Fliese hat beispielsweise das Nennmaß 20 x 20 cm, hingegen ein mögliches Herstellmaß von 197 x 197 mm.  
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  O  
  Oberflächenverschleiß ...  
  ... Glasurabrieb bei glasierten Steinzeugfliesen infolge schleifender, reibender Beanspruchung. Die Verschleißgruppe (Klasse I bis IV) ist vom Hersteller anzugeben (siehe Abriebgruppe).  
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  Oktogon ...  
  ... Achteckfliese, die beim Verlegen mit quadratischen Einlagen aus Keramik oder Naturstein kombiniert wird.  
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  P  
  Pflege keramischer Fliesen  
 

Für die tägliche Pflege keramischer Wand- und Bodenbeläge genügt im Privathaushalt häufig heißes Wasser, evtl. mit Zusatz eines handelsüblichen umweltverträglichen Neutralreinigers. Selbst stärkere alltägliche Verschmutzungen lösen sich in der Regel mit Neutralreinigern – hier sollten Sie die Einwirkzeit verlängern und die mechanische Unterstützung verstärken . Mehr und schärfere Reinigungsmittel führen nur selten schneller zum Ziel. Im Gegenteil: Zu starke bzw. falsche Reinigungsmittel können Ihnen und dem Oberflächenbelag schaden. Lediglich im Falle hartnäckiger Verunreinigungen ist der Einsatz von Spezialreinigern angesagt – lesen Sie dazu unser "Fleck-weg-Lexikon".

Bitte beachten Sie, dass spezielle Imprägnierungen nur bei unglasierten, nicht oberflächen-vergüteten keramischen Belägen sowie poliertem Feinsteinzeug (bitte Hersteller-angabe beachten) zur Erhöhung der Fleckbeständigkeit empfohlen sind. Alle anderen keramischen Oberflächen wie glasierte oder oberflächenvergütete Beläge brauchen und dürfen grundsätzlich nicht imprägniert werden.

Auf pflegemittelhaltige Reinigungsprodukte sollten Sie verzichten. Diese können auf Dauer sogar problematisch sein, weil sie eine klebrige Fett-, Wachs- oder Kunststoff-Schicht aufbauen, die die Optik, Hygiene, Trittsicherheit und Reinigungsfreundlichkeit keramischer Oberflächen negativ beeinflussen.
Nur unglasierte, nicht dicht gesinterte Beläge wie Cotto-Fliesen bedürfen in der Regel einer speziellen Pflege, um ihre Schönheit zu bewahren. Von deutschen Keramik-Herstellern gibt es Produkte, die wie Cotto aussehen, aber genauso pflegeleicht sind wie andere keramische Fliesen und Platten.

Glossar - Pflege

 
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  Platten ...  
  ... Bezeichnung für grobkeramische Fliesen, die aus plastischer Masse durch Strangpresse hergestellt werden.  
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  Porzellan ...  
  ... ein dicht gebrannter, feinkeramischer Werkstoff, dessen Scherben weiß und bei dünnen Wandstärken durchscheinend ist.  
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  Porosität ...  
  ... offener und geschlossener Porenraum eines Werkstücks wie der Fliese. Angabe in Volumenprozent. Wasseraufnahme ist das Maß für den offenen Porenraum. Angabe in Gewichtprozent.  
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  R  
  Reaktionsharz ...  
  ... durch chemische Reaktion erhärteter, meist zweikomponentiger Klebstoff (Harz und Härter) zur Verlegung oder Verfugung von Fliesen.  
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  Reinigung  
  Keramische Fliesen schneiden im Vergleich mit anderen Belagsmaterialien auch unter dem Gesichtspunkt der Reinigung und Pflege hervorragend ab. Im Privathaushalt können Fliesen bei geringer Verschmutzung lediglich mit biologisch leicht abbaubaren, umweltverträglichen Wischzusätzen wie handelsüblichen Neutralreinigern hygienisch rein gehalten werden. Damit ist auch die Reinigung und Pflege von Fliesen vorbildlich in punkto Umweltschutz.

Bei der Reinigung von Fliesen wird im Reinigungsgewerbe zwischen der Erstreinigung nach dem Verlegen – auch Bauendreinigung genannt - und der laufenden Pflege, der Unterhaltsreinigung unterschieden. Von Zeit zu Zeit oder im Falle einer außergewöhnlichen Verschmutzung sollte eine besonders gründliche Unterhaltsreinigung erfolgen – die so genannte Grundreinigung.

Selbst hartnäckige Verunreinigungen lassen sich von keramischen Oberflächen in den meisten Fällen entfernen. Wie Sie dabei vorgehen sollten, erfahren Sie in unserem "Fleck-Weg-Lexikon".

 
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Reinigungsmittel: Saure - alkalische (basische) Reiniger

Die meisten Verunreinigungen können von keramischen Oberflächen mit einem "sauren" oder "alkalischen" Reiniger entfernt werden. Die Stärke der Reiniger wird unter anderem nach dem "ph-Wert" beurteilt. Die Skala reicht von 0 bis 14. 0 für "sehr starke Säure" abfallend bis 7 "neutral" (Wasser).

Ab einem pH-Wert von 7,5 beginnt der alkalische Bereich, der bis 14 zur "extrem starken Lauge" ansteigt. (siehe Schaubild)

Glossar - Reinigungsmittel: Saure - alkalische (basische) Reiniger Glossar - Reinigungsmittel: Saure - alkalische (basische) Reiniger
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  Ritzhärte ...  
  ... Maß für die Widerstandsfähigkeit keramischer Glasuren gegen kratzende, ritzende Beanspruchung. Prüfung der Ritzhärte durch Mohs. Angabe der Härte nach der Mohs´schen Härteskala von 1 bis 10.  
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  Rohling ...  
  ... Keramisches Halbfabrikat nach der Formgebung in noch nicht gebranntem Zustand.  
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  Rutschhemmung ...  
  ... Spezialfliesen mit unterschiedlich stark profilierter oder rauher Oberfläche zur Erzielung Rutsch hemmender Eigenschaften eines Belages (Unfallverhütung). Die Unfallversicherer schreiben Fliesen für Fußböden in Arbeitsräumen und –bereichen mit erhöhter Rutschgefahr sowie für Barfußbereiche vor.
Die in diesen Bereichen zu verwendenden Fliesen müssen den vorgeschriebenen Grad der Rutschhemmung aufweisen (Nachweis durch den Hersteller).

Man unterscheidet im gewerblichen Bereich Bewertungsgruppen zwischen R9 und R13. Dabei muss eine Prüfperson mit Schutzschuhen auf einer schiefen Ebene stehen und gehen. Als Gleitmittel wird Öl auf die Fläche aufgetragen. Der Neigungswinkel der zu testenden Fläche ist größer, je höher die R-Gruppe ist.

Beim Barfußbereich in Schwimmbädern und in Reinigungsbereichen von Sportstätten unterscheidet man zwischen den Gruppen A, B und C. Auch hier wird die Rutschsicherheit mittels einer Prüfperson auf schiefer Ebene ermittelt. Als Gleitmittel wird hier seifenhaltiges Wasser verwendet.

 
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  S  
  Schachbrett  
  Das Schachbrett ist eines der klassischen Verlegungsmuster an Wand und Boden. Neben starker Kontrastierung in Schwarz-Weiß finden sanftere Abstufungen durch verwandte Farbtöne Anwendung. Mediterranes Flair hat die Kombination Cotto-Weiß.  
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  Schamotte  
  Feuerfestes Erzeugnis aus tonerdehaltigen Mineralien, die als Brennhilfsmittel wie Brennkapseln oder Schamottesteine für Ofenausmauerungen verwendet werden. Darüber hinaus werden auch zerkleinerte Brennhilfsmittel und gebrannte Tone und Kaoline als Schamotte bezeichnet. Sie werden als spezielle Rohstoffe für keramische Erzeugnisse verwendet und dienen der Verbesserung der Feuerfestigkeit.  
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  Scheinfuge ...  
  ... in die keramische Fuge gepresstes Basrelief, das optisch wie eine Fuge wirkt.  
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  Scherben  
  Gebrannter Fliesenkörper ohne Glasur.  
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  Schlacke  
  Bei der Verhüttung von Metallen anfallende anorganische, silikatische Reststoffe.  
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  Schlicker ...  
  ... aus den Rohstoffen mit Wasser aufbereitete Masse oder Glasursuspension, die bei der Gießformgebung in die Gipsform gefüllt wird.  
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  Schwindung  
  Beim Trocknen oder Brennen entstehende Kontraktion von Formlingen. Differenz zwischen Ausgangsgröße und Endgröße wird in Prozent gemessen.  
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  Siebdruck  
  Ein Verfahren zum Dekorieren von Fliesen, in dem die Druckpaste durch eine Siebdruckschablone auf den Fliesenkörper aufgebracht wird. Dieses Verfahren kann mehrfach und mit verschiedenen Farben wiederholt werden, wobei die Druckschablone ein bestimmtes Muster vorgibt,  
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  Sinterung ...  
  ... Umwandlung der Rohstoffe im Brand zu dem Scherben.  
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  Spaltplatte ...  
  ... stranggepresste Platten, die als Steinzeugfliesen verwendet werden.  
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  Sortierung  
  Bevor Fliesen in den Handel kommen, werden sie einer Qualitätskontrolle und Sortierung unterzogen. Fliesen mit nur leichten Mängeln gelangen als Mindersortierung in den Verkauf.  
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  Steingut  
  Traditioneller Begriff für keramische Fliesen mit hoher Wasseraufnahme (siehe Keramische Fliesen).  
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  Steinzeug  
  Traditioneller Begriff für Fliesen mit niedriger Wasseraufnahme (siehe Keramische Fliesen).  
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  T  
  Temperaturbeständigkeit  
  Beständigkeit gegen Temperaturveränderungen ist für Steingutfliesen und Steinzeugfliesen gefordert.  
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  Terracotta  
  siehe Tonfliese  
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  Tiefenverschleiß  
  Als Tiefenverschleiß bezeichnet man den Scherbenabrieb bei unglasierten Steinzeugfliesen infolge von schleifender, reibender Beanspruchung. Die zulässigen Toleranzen sind als Mindestanforderung in der betreffenden Materialnorm festgelegt.  
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  Toleranzen  
  Fliesen und Platten bestehen aus natürlichen Rohstoffen und weisen material- und herstellungsbedingte Toleranzen auf.  
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  Tonfliese  
  Unglasierte, ziegelfarbene keramische Fliesen mit mittlerer bis hoher Wasseraufnahme. Vorzugsweise Verwendung als Bodenfliesen in Räumen mit rustikalem Charakter. Zur Erzielung der geforderten/gewünschten Gebrauchseigenschaften müssen sie speziell behandelt (imprägniert) werden. Hinweise findet man auf den Verpackungen der Hersteller.  
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  Treppenfliese  
  Diese Fliesen sind am Rand oft mit Rutsch hemmenden Rillen versehen, die die Trittsicherheit auf der Treppe gewährleisten sollen.  
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  U  
Unterhaltsreinigung
Die Unterhaltsreinigung von Fliesen zur Entfernung alltäglicher Verschmutzungen ist problemlos. Trockener Schmutz lässt sich im einfachsten Fall Kehren oder Saugen. Feuchtes Aufwischen erfolgt je nach Verschmutzungsgrad und Nutzungsbereich unter Verwendung haushaltsüblicher Reinigungsmittel wie Neutralreinigern oder – je nach Art und Stärke der Verschmutzung - einem alkalischen oder sauren Reiniger. (Einsatzgebiete saurer bzw. alkalischer Reinigungsmittel entnehmen Sie unserem "Fleck-Weg-Lexikon"). Auf pflegemittelhaltige Reinigungsprodukte sollten Sie verzichten. Diese können auf Dauer sogar problematisch sein, weil sie eine klebrige Fett-, Wachs- oder Kunststoff-Schicht aufbauen, die die Optik, Hygiene, Trittsicherheit und Reinigungsfreundlich-keit keramischer Oberflächen negativ beeinflussen.
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V
  Verfugung  
  Nach dem Verlegen der Fliesen werden die Fliesenzwischenräume mit einem Spezialmörtel gefüllt.  
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  Verlegeplan  
  Der Verlegeplan dient der Mengenermittlung der einzelnen Fliesen und der Festlegung der Verlegeart.  
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  Verschleiß  
  siehe Abriebgruppe  
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  Vitreous China ...  
  ... glasartiges, dicht gebranntes Porzellan, hauptsächlich zur Herstellung von Geschirr und Sanitärteilen.  
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  W  
  Wandfliese  
  Je nach Anwendungsbereich und Geschmack können alle Fliesen als Wandfliesen verwendet werden. Im üblichen Sprachgebrauch sind damit meistens Steingutfliesen gemeint.  
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  Weichstoffe ...  
  ... Hauptgruppe der Rohstoffe zur Herstellung von Keramik. Dazu gehören Tone und Kaoline.  
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  Z  
  Zahnspachtel ...  
 

... Werkzeug, mit dem das Mörtelbett zur besseren Haftung durchgekämmt wird.
Die empfohlene Zahntiefe für Fliesen bis 200 Millimeter Kantenlänge beträgt sechs Millimeter, für alle größeren Formate acht Millimeter.

Glossar - Zahnspachtel

 
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  Zweitbrand  
  Nach dem Brand der Rohlinge werden die Fliesen glasiert, dekoriert und nochmals gebrannt, wobei der Scherben unverändert bleibt.  
     
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