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Berlin, 07.03.2011. Im Frühsommer 2010 hat die Qualitätsinitiative "Deutsche Fliese" unter Beteiligung des Fachverbands Fliesen und Naturstein mit ihrem bundesweit ausgelobten Wettbewerb "Deutschlands hässlichstes Bad" das Thema Badsanierung ins öffentliche Bewusstsein gerückt: Mehr als 290 Teilnehmer haben ihre "hässlichen Bäder" in die Gewinnspielgalerie auf www.deutsche-fliese.de eingestellt, unter denen mehr als 5000 "Voter" den Gewinner ausgewählt haben. Als Hauptgewinn war die Komplettrenovierung des "Albtraumbades" ausgelobt.
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Fliesengestaltung zaubert Wohlfühlatmosphäre ins neue Bad
Die Gewinner des Wettbewerbs, Familie Vogel aus Zwickau, hatten konkrete Wünsche an ihr neues Wohlfühlbad: Eine barrierefreie Ausstattung mit einer begehbaren Dusche, eine Badewanne, eine Fußbodenheizung, eine Waschtischlösung mit integriertem Stauraum sowie ein warmes, helles, freundliches Ambiente in erdigen Farbtönen. Innenarchitektin Andrea Stark ("Badprofi des Jahres 2008 + 2010", SBZ Kreativ-Wettbewerb) setzte diese Vorgaben gekonnt um: "Auch bei dieser Sanierung lag die zentrale Herausforderung darin, die Möglichkeiten des schlauchförmigen, ca. 8,5 m2 großen Raumes mit den Vorstellungen der Bauherren abzustimmen – um daraus ein stimmiges Gesamtkonzept zu erstellen."
Die Umsetzung der Planung, bei der unterschiedliche Materialstärken und Formate aufeinander abzustimmen waren, hat als ausführender Fachbetrieb die Firma Fliesen & Naturstein Karl Schmidt aus Syrau übernommen – ebenso die Koordinierung der einzelnen Gewerke, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Anordnung der Funktionsbereiche und Fliesengestaltung beeinflussen Raumproportionen
Durch die geschickte Raumaufteilung mit Wandscheiben in Querausrichtung ist es optimal gelungen, auf identischem Grundriss die Raumproportionen des ehemaligen Schlauchbades zu verbessern. Die Fliesengestaltung unterstützt diesen Effekt durch den Einsatz von Mosaikflächen und -Bändern an den neuen Querwänden der Funktionsbereiche. Und sie schafft die gewünschte Wohlfühlatmosphäre durch das Spiel von erdigen Bodenfliesen und passenden Mosaiken in sandbeige-mix-glänzend. Die Längswand wurde hingegen mit hellen, naturweißen Fliesen in 30 x 60 cm, unterbrochen von 15er Riegelfliesen, dezent gestaltet. Die geformte Badewannenfront hat Andrea Stark mit unifarbenem Mosaik verfliest – und zeigt damit, dass dies "natürlicher" wirkt als eine Acrylschürze. Optisches Highlight im Duschbereich ist die beleuchtete Nische, die zugleich als praktische Ablagefläche dient. Für die nötige Standsicherheit sorgt ein Mosaik mit rutschhemmender Oberfläche. Das Lichtkonzept betont die einzelnen Bereiche und schafft zusätzlich Stimmung im neuen Bad.
Tipps für den Bauherren:
Prioritäten setzen und Sparpotenziale nutzen
Unabhängig vom Geldbeutel, ganz gleich, ob funktionelles Familienbad oder extravagante Wohlfühloase gewünscht sind: Die Realisierung des eigenen Traumbades ist bei entsprechender Planung für jeden möglich. Allerdings gilt es, sinnvolle Prioritäten zu setzen.
Viele Modernisierer beginnen die Badgestaltung mit der Auswahl der Sanitärkeramik, der Armaturen sowie der Dusch- und Badewannenlösungen und verplanen bei diesen Komponenten ihr Budget. Die wichtige Raumgestaltung rückt in den Hintergrund. Für sie bleibt kaum noch Spielraum.
Sinnvoll ist, wie Andrea Stark zeigt, die umgekehrte Herangehensweise. Im Gegensatz zu Sanitärobjekten oder Armaturen sind Fliesen dauerhaft mit dem Baukörper verbunden – und erfüllen neben der technischen eine herausragende ästhetische Funktion: Keramische Beläge sind das Bau- und Ausstattungsmaterial, das die Raumatmosphäre maßgeblich bestimmt. Die einprägsame Faustformel sinnvoller Mittelverwendung lautet daher: Bei fest eingebauten Komponenten sollte nicht gespart werden, sondern im Gegenteil auf gute Qualität und ansprechendes, zeitlos schönes Design geachtet werden.
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